Angeborene Hörstörungen sind keine Seltenheit. Mehr als eines von 1.000 Neugeborenen leidet unter einer ausgeprägten Schwerhörigkeit. Bei Risikokindern liegt die Häufigkeit um etwa das Zehnfache höher. Insgesamt kommen in Deutschland mehr als 1.000 Kinder pro Jahr mit einer beidseitigen Hörminderung zur Welt.
Ohne systematische Untersuchung aller Neugeborenen werden Hörbeeinträchtigungen durchschnittlich erst nach etwa 31 bis 39 Monaten erkannt. Für eine normale Sprachentwicklung kann dies bereits zu spät sein. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Schwerhörigkeit im ersten Lebensjahr therapiert werden muss, damit das Kind seine Sprache weitgehend normal entwickeln kann. Davon hängt vor allem die emotionale und soziale Entwicklung des Kindes ab.
Wenige Tage nach der Geburt wird die Hörfähigkeit eines Neugeborenen im Rahmen der Früherkennungsmaßnahmen für Kinder getestet. Je früher eine Erkrankung festgestellt und behandelt wird, desto besser kann den Kindern geholfen werden. Das sogenannte "universelle Neugeborenen-Hörscreening" gehört zu unserem Leistungskatalog.
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