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Die BKK - ein Modell mit Zukunft!

Wie sind die BKKn entstanden und wieviele gibt es aktuell

Die Betriebskrankenkassen waren ursprünglich ausschließlich für einzelne Betriebe bzw. Konzerne gegründete zuständige Krankenversicherungsträger. Als "Fabrikkassen" bestanden sie teilweise bereits vor Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 1883. Im Jahr 1908 existierten 7.718 BKKn. Bis zur Einführung des allgemeinen Kassenwahlrechts 1996 versicherte die jeweilige BKK alle im Unternehmen beschäftigte Arbeiter und die Angestellten des Unternehmens, die sich schon damals per Wahlrecht für die BKK und gegen eine Ersatzkasse entscheiden konnten.

Seit der Liberalisierung des Kassenwahlrechtes im Jahr 1996 haben sich viele BKKn durch Änderung ihrer Satzung geöffnet, d.h. auch betriebsfremde Versicherte konnten der BKK beitreten. Ab diesem Zeitpunkt hat sich die Zahl der Betriebskrankenkassen in Deutschland durch Fusionen  kontinuerlich verringert, nach zehn Jahren waren es 2006 noch 199 BKKn und im September 2011 existieren noch 119 Betriebskrankenkassen in Deutschland. 35 % davon sind zurzeit noch immer sogenannte traditionelle Betriebskrankenkassen, d.h. das Zutrittsrecht besteht nur für Mitarbeiter des Stammunternehmens und deren Familienangehörige.

Übrigens: Dieser Konzentrationsprozess zeigte sich auch in allen anderen Kassenarten:

Kassenart199420042011
AOK 236 17 12
EK 15 10 6
IKK 165 19 7

 

Entwicklung im Jahr 2011

In diesem Jahr machte im Besonderen die Schließung der CityBKK Schlagzeilen. Das BKK-System, der GKV-Spitzenverband und das Bundesversicherungsamt beobachteten seit längerer Zeit, dass sich die CityBKK in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befand. Die heutige CityBKK ist aus einer Fusion der ehemaligen BKK Stadt und Land Berlin und BKK Stadt und Land Hamburg im Jahr 2004 entstanden. Beide Kassen befanden sich seit Jahren bereits in angespannter finanzieller Lage, die daraus resultierte, dass in den Stadtstaaten aufgrund der hohen Dichte an Leistungserbringern wie Ärzten und Krankenhäusern überdurchschnittlich hohe Ausgaben anfielen, die nicht durch Beitragseinnahmen gedeckt werden konnten. Bereits vor Einführung des Gesundheitsfonds ab 2009 lag der Beitragssatz der CityBKK weit über den 15,5 %, die von der Politik  bundesweit einheitlich für den Gesundheitsfonds festgelegt wurden. Auch die Erhebung des Zusatzbeitrages konnte dieses zunehmend ansteigende Defizit nicht ausgleichen, so dass eine Schließung unausweichlich war.

Aufgrund der bestehenden Strukturprobleme und einem wachsenden Defizit steht die nächste Schließung für die BKK für Heilberufe an. Auch durch die Fusion von DAK und BKK Gesundheit zur DAK Gesundheit ab 1. Januar 2012 verschwindet eine weitere bundesweit bekannte Betriebskrankenkasse vom Markt.

Kassenschließungen hat es in der Bundesrepublik in den letzten Jahren·schon gegeben. Die Schließung der BKK Stadt Duisburg (1997) und der BKK Stadt Düsseldorf (2001) sind unbeachtet von der Öffentlichkeit durch die Aufsichtsbehörde verfügt worden. Als nahezu geräuschloser Vorgang wurde die Schließung der Kassen in der Vergangenheit abgewickelt.

Unternehmensbezogene BKK - ein Modell mit Zukunft

Kann angesichts solcher Entwicklungen noch Hoffnungen in das Traditionsmodell BKK gesetzt werden?  - Ja!
Unsere Ernst & Young BKK wurde im Jahr 1999 gegründet und erlebt seitdem einen kontinuierlichen Zuwachs an Mitgliedern und Versicherten. Gerade durch das eingeschränkte, exklusive Zutrittsrecht hat sich eine stabile Versichertenstruktur ergeben, bei der sich Einnahmen und Ausgaben seit Jahren ausgewogen und berechenbar entwickelt haben. Unser Geschäftsbericht 2010  spiegelt diese positive Entwicklung wider. Aufgrund der Nähe zu unseren Versicherten können wir im Gegensatz zu Großkassen auf Wünsche schnell reagieren und die optimale Versorgung für unsere Versicherten bieten. Kooperation statt Fusion heißt unsere Devise!

Aus diesem Grund haben wir uns mit anderen unternehmensbezogenen, traditionellen Betriebskrankenkassen zusammengeschlossen und stehen als Verein "BKK im Unternehmen"für eine zukunftsorientierte Krankenversicherung auf Basis von über 125 Jahren Erfahrung.

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